15. Januar 2016

Vorüberlegungen

Tipps für Anfänger und Interessierte der Bienenhaltung

 

Bedürfnisse der Bienen

Bienen können weit fliegen (in einem ca. 2-3 km Radius), aber vorteilhaft wäre natürliche eine geeignete Futterquelle in der Nähe (Nektar- und Pollenangebot im Frühling und im Spätsommer (idealer Weise im 1 km Radius). Als Beispiel wären da Streuobstwiesen, Obstanlagen, Klein- und Vorgärten, Heckenreiche Bachläufe, landwirtschaftliche Flächen (z.B. Rapsfelder im Frühjahr) oder Mischwälder (Waldrand) zu nennen. Abzuraten ist von Standorten, die in „Kältelöchern“ liegen, an denen selten die Sonne scheint, windreich exponierten Gegenden bzw. regenreichen Standorten. Ländliche Gegenden bieten hier ein ausgewogenes Verhältnis.

Ihre Bedürfnisse als Imker

Als Imker hast Du viele Gerätschaften (leere Zargen, Waben, Werkzeuge, Bienenwachsschmelzer, Honigschleuder und und und). Mache Dir frühzeitig Gedanken, wo Du alles verstauen kannst. Wenn Du Glück hast, findest Du einen Aufstellplatz, der auch finanziell für Dich tragbar ist. Wie weit ist der Aufstellplatz von einem Verkehrsweg entfernt? Alles was Du benötigst muss zum Aufstellplatz gebracht werden, schwere Honigkisten müssen zum Schleudern abtransportiert werden können.

Bedürfnisse der Nachbarn

Einige Menschen reagieren emotional sehr empfindlich auf Bienen, andere Menschen sind gar allergisch auf Bienenstiche. Vermeiden Sie einen Standort, der an stark bevölkerten Gegenden, sowie an Verkehrswegen mit stark fluktuierenden Menschenmassen liegt. Ich empfehle Dir diesen Aspekt besondere Beachtung zu verleihen, um spätere Konflikte schon von Beginn an zu vermeiden.

Gehe ruhig auf Imker (oder Imkerverein) zu, die Dir bei der Suche nach einem Aufstellplatz behilflich sein werden.

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je Volk
  • einfache Beute (5 Zargen, Boden, Deckel)
  • 50 Rähmchen
  • 1 Absperrgitter
  • 3 kg Mittelwände
  • 1 Bienenvolk
Arbeitsmaterialen
  • 1 Smoker
  • 1 Stockmeißel
  • 1 Besen
  • Schutzkleidung
Honigernte
  • 1 Wabenschleuder
  • Honigbehälter (12,5 kg Eimer)
  • Entdeckelungsgeschirr
  • 1 Honigsieb (am besten ein Doppelsieb)
für die Wabenhygiene
  • 1 (Sonnen-)Wachsschmelzer

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Hiermit meine ich nicht nur das Format der Bienenkisten (Beuten), sondern auch, ob Du erwägst gebrauchte oder neue Beuten zu erwerben. Sicherlich ist es für Dich als Anfänger verlockend günstige, wenn nicht gar kostenlose Beuten anzunehmen. Ich kann Dir davon allerdings abraten, weil Du mit neuen Beuten absolut krankheitsfreies Material beziehst. Letztendlich ist es Deine Entscheidung, ob Du das Risiko von evtl. Krankheitserreger-vorbelasteten Materials eingehen willst.
Es gibt viele Formate, die für Dich sicherlich verwirrend erscheinen mögen, wie Deutsch Normal, Zander, Dadant, Langstroth um die wichtigsten zu nennen. Größenvergleich (Höhe/Länge in mm): Deutsch Normal (223/370) – Zander (220/420) – Dadant (330/435) – Langstroth (238/441). Ich empfehle Dir das Format Zander.

Vorteile dieses Formates: Die Rähmchen sind die langen Ohren, man hat dadurch die Waben besser in der Hand. Es sei noch erwähnt – eine Kasten mit dem Zanderformat fasst 10 Rähmchen.

Auf was ist sonst noch zu achten: Dein Magazin sollte einen offenen Gitterboden haben, mit der Möglichkeit zum Einschub einer Schublade zur Gemülldiagnose, Vorhandene Griffleisten an den Zargen, eine Falz, damit die Kästen ineinander passen und zu guter Letzt empfehle ich Holzbeuten. Für den späteren, ausschließlich äußeren Schutzanstrich, verwendest Du Bienen-unbedenkliche Holzlasur. Der Farbton bleibt jeden Imker selbst überlassen. Vergesse nicht an ein Anflugloch zu denken.

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In unseren Gegenden sind zwei Unterarten der Honigbiene verbreitet: Die Carnica und die Buckfast. Jede Unterart hat ihre Vor- und Nachteile und letztendlich bleibt es Dir überlassen mit welcher Unterart Du imkern willst. Ich persönlich imkere mit Carnica. Aber eines solltest Du beachten, dass wenn Du Dich für eine Unterart entschieden haben, so verwendest Du ausschließlich diese, um genetische Vermischungen zu vermeiden, die sich negativ auf alle Eigenschaften auswirken. Für den Anfänger ist der Umgang mit der Carnica jedoch leichter. Nach Jahren des Einstiegs kann ggf. immer noch ein Umstieg gewagt werden.

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Selbst als Anfänger der Bienenhaltung musst Du dich mit dieser Frage frühzeitig auseinandersetzen, damit Du nicht später ungewollte Platzprobleme haben wirst. Ideal ist natürlich ein Gartenhaus direkt am Aufstellplatz, aber dies ist nicht die Regel. Alternativ kannst Du auch Deine Gerätschaften in Deinem Keller oder Deiner Garrage verstauen, soweit es der Platz erlaubt.
Unterschätze bitte nicht den Platzaufwand, den die Imkerei einnehmen wird.

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Wenn Du an den Bienen arbeitest ist die oberste Prämisse, ruhig bleiben, keine Hektik oder Unruhe ausstrahlen. Deine Stimmungslage überträgt sich auf das Volk, an dem Du gerade arbeitest. Allzuleicht könntest Du das Volk unruhig, gar aggressiv werden lassen, was Du sicher vermeiden willst.
Folgende elementare Dinge solltest Du wissen: Glänzende, bzw. reflektierende Dinge (Schmuck, Glas, Zähne) ziehen Bienen an.

Vermeidung: Kein Schmuck, Mund geschlossen halten. Schweiß, Kosmetik, Parfüm und schlechter Atem läßt Bienen aggressiv werden.

Nicht auf Bienen blasen, Schweiß mit einem Tuch entfernen, auf Kostmetik/Parfüm verzichten. Nervöse, hektische Bewegungen reizt Bienen. Vermeidung: Stets ruhig bleiben.
Neben allen Grundeinstellungen, ist Regel Nr. 1, Rauch. Du solltest Deinen Rauchapparat, den sogenannten Smoker immer griffbereit haben, um ggf. Deine Bienen mit Rauch zu besänftigen.

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Mit den Vorbereitungen fängst Du idealer Weise im Herbst an. Jedoch ist es am besten im Frühjahr (Mitte März bis Anfang April, je nach Wetterlage) mit der Bienenhaltung  anzufangen.

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Falls Du einen Imkerverein aufsuchen solltest, bekommst Du dort deine Antworten auf diese Frage.
Kennst Du einen Imker in Deiner Nähe? Wenn ja, sprich ihn darauf an. Wenn dies alles nicht zutrifft, gib eine Anzeige in Deiner lokalen Zeitung auf, oder suche im Internet nach Anbietern.

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